Führung Verfassungsgerichtshof

Die Vizepräsidentin des Verfassungsgerichtshof, Frau Univ. Prof. Dr. Verena Madner, hat nach ihrer Teilnahme bei den AKAD Perspektiven 2023 den Absolventenverein zu einem Besuch des Verfassungsgerichtshof in Wien (VfGH) eingeladen.

vlnr: Norbert und Ulrike Porsche, Veronika Verzetnitsch, Valerie Bolzano, Univ. Prof. Dr. Verena Madner, Benedikt Steiner, Vince Ebert, Heide Brüderl, Alexander Barnas, Sophia Bolzano, Wilfried Stadler, Christoph Steiner, Regina Pöll, Otto Beck, Melissa Sami, Anatol Beck

Am Freitag, den 17. Mai 2024 wurden wir von Frau Dr. Madner im Foyer des VfGH begrüßt und von ihr und Frau Dr. Sündhofer durch das Haus geführt.

Dabei haben wir viel Interessantes über die Tätigkeit und die Arbeitsweise der 14 Verfassungsrichterinnen und Verfassungsrichter erfahren und konnten auch den Besprechungsraum besichtigen, in dem die nichtöffentlichen Beratungen und Entscheidungen von Rechtssachen der Richterinnen und Richter stattfinden.

Im alten Besprechungsraum ist jetzt eine kleine Ausstellung untergebracht, die über die verschiedenen Aspekte und Bereiche der österreichischen Verfassung und Verfassungsgerichtsbarkeit informiert. So war den meisten von uns nicht bekannt, dass das von Hans Kelsen entwickelte österreichische Modell der Verfassungsgerichtsbarkeit im Laufe des 20. Jahrhunderts von vielen europäischen Staaten nachgeahmt wurde.

Am Ende unserer Führung durften wir im öffentlichen Verhandlungssaal Platz nehmen und noch viele Fragen stellen.

Den Besuch in Wien und die Führung durch den Verfassungsgerichtshof haben wir anschließend gemeinsam mit Frau Dr. Madner im Stadtcafe ausklingen lassen.

5. AKAD Perspektiven am 15. März 2024

Am 15. März 2024 fanden die AKAD Perspektiven bereits zum 5. Mal statt.

Reinhold Ortler, Gudrun Harrer, Valerie Kainberger

Als Gäste durften wir diesmal begrüßen:

Gudrun Harrer (Journalistin, Nahostexpertin), Matura 1977

Valerie Kainberger (Consultant bei der EUTOP Group in Brüssel), Matura 2015
kurzfristig eingesprungen für die leider verhinderte Regina Bleich (Militärärztin), Matura 1988

Dominik Nowak (Berater bei McKinsey), Matura 2018 – zugeschaltet via Zoom aus Shanghai (+ 7h)

Reinhold Ortler (Bezirksfeuerwehrkommandant, Branddirektor Stadt Salzburg), Matura 1986

Unsere kleine Jubiläumsausgabe der AKAD Perspektiven, die auch heuer von Peter-Paul Hahnl moderiert wurde, war gut besucht! Die Stimmung wurde von Daniel Schöppl bildlich eingefangen – vielen Dank!

Besonders bedanken möchten wir uns bei Valerie Kainberger, die sehr kurzfristig für Frau Regina Bleich eingesprungen ist, und auch bei Dominik Nowak, der es sich trotz kurzfristigem beruflichen Einsatzes in Shanghai, nicht nehmen hat lassen via Zoom dabei zu sein. Am Ende der Veranstaltung war es bei Dominik halb Vier in der Früh und schon bald wieder Zeit zum Aufstehen.

Dass der Weg von der Matura bis zum aktuellen Arbeits- und Lebensumfeld oft nicht geradlinig erfolgt, hat sich auch heuer wieder eindrucksvoll gezeigt.

Ihre Liebe zur Musik hat Frau Harrer trotz Studium nicht professionel verfolgt und kam nach dem Studium der Arabistik und Islamwissenschaften zum Journalismus. Beim Standard hat sie lange als Außenpolitikredakteurin gearbeitet und parallel ein weiteres Studium – Politikwissenschaften – absolviert. Beruflich hat sich Frau Harrer hauptsächlich mit der Politik der arabischen und islamischen Länder beschäftigt. Bei ihren Reisen und Interviews konnten sie als Frau manchmal mehr erreichen als männliche Kollegen, die bei unangenehmen Fragen schneller vor die Tür gesetzt wurden. Als Sondergesandte der österreichischen Regierung im Irak konnte sie aber auch die „andere Seite“ kennenlernen und erleben, dass auch gut gemachte journalistische Berichterstattung, heikle diplomatische Aufgaben erschweren kann.

Von Frau Harrer haben wir auch gelernt, dass die Arabistik in Wien mittlerweile zu den Top-Instituten weltweit in diesem Fachgebiet gehört.

Auch bei Herrn Ortler war der Weg zum Branddirektor in der Stadt Salzburg weder vorgegeben noch langfristig geplant. Dass er mit dem Studium des Montanmaschinenwesens in Leoben und seiner beruflichen Tätigkeit bei einem Planungsbüro und dann bei einer Baufirma, den Weg „von den gelben zu den roten Maschinen“ finden würde, hat sich erst spät entschieden. Dazu mußte er auch noch eine „mehrmonatige“ Ausbildung – die letztlich 24 Monate dauerte – absolvieren. Dass sein sehr ruhiges und besonnenes Auftreten, eine wichtige Voraussetzung ist um schwierige Einsätze gut zu beginnen und auch erfolgreich zu beenden , ist nach diesem Abend sehr leicht nachvollziehbar.

Die Studien von Frau Kainberger und Herrn Novak zeigen, welche Möglichkeiten sich Absolventen unserer Schule auch im Ausland bieten und dass Praktika während und nach dem Studium in unterschiedlichen Institutionen oder Firmen einen breiten Überblick zu den beruflichen Möglichkeiten geben können.

Durch ihre Arbeit als Consultant für Interessensvertretungen von Firmen und Verbänden bei den EU-Institutionen (Lobbying), konnte Frau Kainberger auch miterleben, wie wenig extrem rechte Fraktionen in den EU-Institutionen an der europäischen Gemeinschaft mitarbeiten wollen. Dass es bei den EU-Wahlen einen deutlichen Ruck nach rechts geben wird, ist sehr wahrscheinlich. Welche Auswirkungen die EU- aber auch US-Wahl auf die EU-Politik und den Green Deal haben wird, ist noch schwer abzuschätzen, aber es wird aktuell hart daran gearbeitet noch etliche Themen bis zur EU-Wahl abzuschliessen.

Von Herrn Nowak bekamen wir einen guten Eindruck, wie Bewerbungsprozesse bei Firmen wie McKinsey ablaufen und wie „bunt“ und unterschiedlich die Projekte sind – Lösungen von der Stange gibt es nicht, die hätten die Firmen und Institutionen dann schon selbst umgesetzt.

Sowohl für Frau Kainberger als auch Herrn Nowak, ist der weitere langfristige berufliche Werdegang noch nicht klar vorgegeben, aber beide sind offen, die sich ergebenden Möglichkeiten zu nutzen und sich auch neuen Herausforderungen zu stellen.

Zum Abschluß eine „Schokoschultafel“ für unsere Gäste und Moderator Peter-Paul Hahnl

Nach der doch fast eineinhalbstündigen Veranstaltung gab es beim und abseits des Buffets noch viele Fragen an unsere Gäste und sehr anregende Gespräche. Es war wieder einmal ein sehr gewinnbringender Abend, um neue Energie und auch Informationen zu tanken!

Informationen zu den Teilnehmer*innen der Podiumsdiskussion:

Gudrun Harrer

(Matura 1977)

  • Studium der Arabistik, Islam- und Politikwissenschaften; Dissertation über das irakische Atomprogramm (Publ.: Dismantling the Iraqi Nuclear Pro­gramme. The Inspections of the IAEA in Iraq 1991–1998, Routledge 2014)
  • leitende Redakteurin der Tageszeitung „Der Standard“ und Lehrbeauftragte für Moderne Geschichte und Politik des Nahen Ostens an der Universität Wien sowie an der Diplomatischen Akademie Wien
  • 2006: Entsendung als Sondergesandte in den Irak durch das österreichische Außenministerium; Geschäftsträgerin der Österreichischen Botschaft in Bagdad
  • 2015: Auszeichnung mit dem „Bruno-Kreisky-Preis“ für ihr publizistisches Gesamtwerk
  • seit 2011: Moderation der Veranstaltungsreihe „Middle East Changes“
  • rege Vortragstätigkeit
  • jüngste Publikation in: M. Senn, F. Eder, Franz, M. Kornprobst (Hg.): Hand­buch Außenpolitik Österreichs, Wiesbaden 2022, S. 579–613: „Die Außen­politik gegenüber dem Nahen und Mittleren Osten sowie der Türkei“

Valerie Kainberger

Matura 2015

  • 2015 – 2018: Studium im Fach Philosophy, Politics and Economics an der University of York (UK)
  • 2018 – 2020: Studium im Fach International Politics an der KU Leuven (Belgien)
  • 2019/09 – 2019/12: Praktikantin bei der Ständigen Vertretung Österreichs bei den Vereinten Nationen (Genf)
  • 2020/01 – 2020/03: Praktikantin bei der EU-Vertretung des Landes Salzburg (Brüssel)
  • 2020/03 – 2021/03: Trainee bei der European Affairs Consulting Group (Brüssel)
  • 2021/06 – 2022/02: Freelancer bei der European Affairs Consulting Group (Brüssel)
  • ab 2022/02: Consultant bei der EUTOP Group (Brüssel)

Dominik Nowak

(Matura 2018)

Dominik via Zoom aus Shanghai
  • 2018-2021: Studium an der WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar/Deutschland; Abschsluss des Studium mit dem Bachelor Internationale Business Administration.
    Während seines Studiums lehrte er als Tutor im Fach Finance an der WHU.
    Auslandssemester University of Texas, Austin Texas/USA – coronabedingt im Fernstudium
  • 2021-2023: Masterstudium an der weltweit führenden Business School HEC Paris/Frankreich im Fach Finance
    Schwerpunkt: Unternehmensbewertung
  • ab 2023-05: als Strategieberater bei McKinsey tätig
    Schwerpunkt: Unternehmenstransformationen

Während seiner beiden Studien arbeitete er als Summer Intern bei unterschiedlichen Unternehmen, u.a. bei der Beiersdorf AG, einem börsennotierten weltweit tätigen Konsumgüterhersteller (Nivea, Labello), bei Venture Capital Firmen, wie Earlybird und Picus, sowie McKinsey.

Reinhold Ortler

(Matura 1986)

  • Präsenzdienst in der Radarwerkstatt der Luftraumüberwachung in der Schwarzenbergkaserne
  • 1987–1993: Studium des „Montanmaschinenwesens“ in Leoben; Abschluss als Diplomingenieur für Maschinenbau mit Schwerpunkt Bergbau- und Tunnelbaumaschinen
  • 1993–1996: Anstellung im Ingenieurbüro Lässer-Feizlmayr/Innsbruck (ILF), das u.a. mit den Planungen für den Brennerbasistunnel beauftragt war
  • 1996: Wechsel zur Porr-TunnelbauGmbH/Wien; dort Betreuung des Geräte- und Maschinenparks auf sämtlichen beteiligten Arbeitsgemeinschaften und Tunnelbaustellen in Österreich, Deutschland und der Schweiz; schließlich handlungsbevollmächtigter Leiter der maschinentechnischen Abteilung für den Tunnelbau, in weiterer Folge Leiter des Porr-Betriebszentrums Salzburg in Weitwörth
  • 1998: Konzessionsprüfung für Technische Büros bei der Salzburger Landes­regierung
  • 1999: Ziviltechnikerprüfung für Maschinenbau bei der Steiermärkischen Landes­regierung
  • 2003–2005: Bereitschaftsoffizier bei der Berufsfeuerwehr Salzburg und Offiziersausbildung bei der Berufsfeuerwehr in Wien
  • 2005: Ernennung zum stellvertretenden Kommandanten der Berufsfeuer­wehr Salzburg; u.a. zuständig für die normgemäße Ausstattung mit der persönlichen Schutzkleidung der Feuerwehrmänner; zusätzliche Sonder­projekte wie die EURO 2008 oder die Taranis 2013 (Anm.: = grenzüber­schreitende Katastrophenschutzübung)
  • 2008–2013: Leitung des Sachgebiets „Verkehrsanlagen und -wege“ im Rahmen des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes; Vertreter der österreichischen Feuerwehren und somit Ansprechpartner für das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie staatlicher Infrastrukturunternehmen (ÖBB, ASFINAG)
  • 2014: Ernennung zum Branddirektor; Kommandant der Berufsfeuerwehr und Bezirksfeuerwehrkommandant; aktives Mitglied in mehreren Ausschüssen

Eine besondere berufliche Herausforderung war die Flüchtlingskrise 2015; außerdem: Einsatz für die Umsetzung der arbeitszeitrechtlichen Bestim­mungen der EU sowie psychosoziale Bedingungen im Beruf der Feuerwehr­leute; Erneuerung der Leitstelleneinrichtung in der Hauptfeuerwache Maxglan und Errichtung einer Notleitstelle in der Wache Schallmoos; Optimierung der Schutzkleidung der Feuerwehrleute und Aufrüstung des Fuhrparks. Die wohl größte Herausforderung in den letzten Jahren stellte aber die Coronakrise dar, in der die Einsatzbereitschaft trotz aller pandemie­bedingten Einschränkungen sichergestellt werden musste.

Absolvententreffen beim Halleiner Weihnachtsmarkt am 15. Dezember 2023

Dieses Jahr möchten wir den Halleiner Weihnachtsmarkt besuchen!

Wir treffen uns am Freitag 15.12.2023 um 17:30 Uhr beim Haupteingang zum Weihnachtsmarkt in Hallein.
Hallein ist mit der S-Bahn S3 von Salzburg schnell und einfach zu erreichen – und man hat keine Sorgen mit Parkplatz oder Punsch.

Der Christkindlmarkt schließt um 19:00 – danach können wir noch die HalleinerAltstadt durchstreifen.
Für 20:00 Uhr haben wir bei Bella Palma (https://www.pizzeria-bellapalma.at/) einen Tisch reserviert, um ganz gemütlich bei Speis und Trank unsere Weihnachtsfeier zu begehen.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Kommen und bitten euch, bis spätestens 10.12.2023 anzumelden.

Generalversammlung 2023

Am 9. August 2023 18:00 halten wir unsere jährliche Generalversammlung in Salzburg ab.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 24. Juli 2023.

Sobald wir die Anzahl der Teilnehmer kennen, werden wir ein passendes Lokal suchen und bekanntgeben.

4. AKAD Perspektiven am 10. März 2023

Bereits zum 4. Mal fanden am 10. März die AKAD Perspektiven, veranstaltet vom Absolventenverein des Akademischen Gymnasiums, statt. Dieses Jahr begrüßten wir am Podium Verena Madner, Natalie Lettner, Volker Hagn und Alexander Maichel. Moderiert wurde die Diskussion mit anschließender Fragerunde von Peter-Paul Hahnl, Redakteur beim ORF Salzburg und selbst Absolvent des Jahres 1995. Rund 70 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Interessierte sowie Vereinsmitglieder lauschten angeregt den verschiedenen Werdegängen.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion konnten Schülerinnen und Schüler Fragen stellen, wie es nach der Schule weitergeht, welche Herausforderungen das Leben an Absolventinnen und Absolventen des Akademischen Gymnasiums stellt. Unsere Podiumsgäste beantworteten diese liebevoll und sprachen den jungen Menschen Mut zu, auch neue Wege zu gehen und die Aufgabenstellungen des Lebens anzunehmen, ja sogar als Chance zu sehen.

Als Gäste konnten wir diesmal gewinnen:
Verena Madner (Vizepräsidentin Verfassungsgerichtshof), Matura 1983
Natalie Lettner (Autorin, Kunst- und Kulturwissenschafterin), Matura 1984
Volker Hagn (Architekt), Matura 1975
Alexander Maichel (Sovereign Ratings Analyst bei S&P), Matura 2016

Detailierte Informationen zur Veranstaltung und den Teilnehmer*innen finden sie hier.

Absolvententreffen und Weihnachtsfeier beim Weihnachtsmarkt in St. Leonhard und Gasthof Schorn am 08-12-2022

Die Freunde und Absolventen des Akademischen Gymnasium feierten Anfang Dezember nach fast zweijähriger Zwangspause gemeinsam Weihnachten und folgten der Einladung unserer Obfrau, Dr. Sophia Bolzano, zum St. Leonharder Adventmarkt der im Sinne der Guten Sache die Lebenshilfe unterstützt.

Seit dem Jahre 1973 bietet der Markt gediegene Erzeugnisse des Kunsthandwerkes aus nahezu allen Bundesländern Österreichs sowie aus Bayern und Südtirol. Daneben gibt es geschmackvolle Geschenke, die von zahlreichen Schul- und Frauengemeinschaften wie auch von der Lebenshilfe hergestellt werden. So findet man Kerzen und Wachsmodel, Holzschnitzereien (vor allem Krippenfiguren), gediegenes Kinderspielzeug, Weihnachtsschmuck aus Glas und Stroh, Keramik, Wollsachen und sonstige geschmackvolle Textilien. Abgerundet wir das Angebot durch Glühwein und autofahrtauglichem Beerenpunsch sowie regionalen Schmankerl. Wir unterstützten gerne mit!

Anschließend fanden wir uns im Gasthof Schorn zum gemeinsamen Essen und Trinken ein. Im Mittelpunkt unserer Gespräche standen die zukünftigen Aktionen unseres bereits fünf Jahre alten Vereins sowie unsere Schule im Rückblick und mögliche Visionen. Nicht zu kurz kamen die persönlichen Rückblicke. So manche Geschichte erinnert ein wenig an „Die Feuerzangenbowle“ und „Die Lümmel von der ersten Bank“. Kurzum ein gelungener Abend im Kreise der sehr netten Mitglieder!

1. Salzburger Inschriftenspaziergang am 04-11-2022

1732 – das wohl bedeutendste Jahr in der Salzburger Landesgeschichte aus Sicht der Pferde

Als wir, die Freunde und Absolventen des Akademischen Gymnasiums, bei klirrender Kälte jedoch noch ohne Schnee Anfang November als Touristen der eigenen Stadt diese neu entdeckten, konnten wir noch nicht ahnen, wie viele verborgene Schätze Prof. Dr. Walter Steinbichler für uns ausgegraben hat.

Begonnen hat es beim DOM am Kajetanerplatz, wobei dieser ja weder so heißt noch das ist, was über der Pforte geschrieben steht. Bei genauerem Blick erkennt man die wichtigen . . . , welche – uns Humanisten natürlich (mehr oder weniger) geläufig – für Abkürzungen stehen, die sich im Laufe der Jahrhunderte mal mehr mal weniger nach dem zur Verfügung stehenden Platz auf dem Untergrund richteten und nicht, wie man uns doch jahrelang in Latein eingetrommelt hat, die Grammatik und Logik der wundervollen Sprache im Vordergrund stand.

Tja, selbst die Zahlen folgten augenscheinlich eigenen Regeln und wurden kurzerhand gleichzeitig als Buchstaben und Nummern verwendet. Zumindest ergaben sie nach einer kurzen Einführung in die simpelsten Rechenoperationen durchaus Sinn.

Jedenfalls kämpften wir uns vom Start ausgehend durch die Kajetaner- und Kapitelgasse über den dazugehörigen Platz samt der dortigen Pferdeschwemme. Nun war klar, dass Prof. Steinbichler sowohl Freund, als auch Absolvent und vor allem Lehrer ist, denn es wurde eine Prüfung des Gehörten angekündigt. Wir SchülerInnen der höheren und höchsten Semster jedoch schwätzten und verpassten wie so oft diese doch nicht ganz so unbedeutende Information am Rande.

Der Wind wurde kälter und wir bewegten uns entsprechend schneller zur Alten Residenz und auch über diesen Platz geschwind am Festspielhaus vorbei zum Neutor, welches monumental die Verlassenden und Ankommenden begrüßt. Hier lohnt sich ein sehr genauer Blick bei Tageslicht! Nun kam bei der zweiten – der viel berühmteren – Pferdeschwemme die angekündigte Prüfung und wider Erwarten konnten wir mit kleinen Hilfestellungen die Frage beantworten, welche im Titel dieser Kurzgeschichte zu lesen steht.

Beim Gstättentor endete der offizielle Teil und wir kehrten durstig und hungrig im Sternbräu ein. Die Nachbesprechung im warmen Stüberl war eine Wohltat und wir freuten uns schon jetzt auf die Wiederholung – sowohl der Kür als auch der Pflicht.

AKAD Perspektiven 2022

AKAD Perspektiven 2022: Diskussionsteilnehmer, Moderator und Vorstand (nicht vollständig)
Peter-Paul Hahnl

Freitag 13. Mai 2022 – in Salzburg ein sehr verregneter und grauer Tag, der aber in einen wunderbaren und für uns spannenden Abend übergegangen ist.

Der Absolventenverein des Akademischen Gymnasiums Salzburg hat zum 3. Mal zur Podiumsdiskussion „AKAD Perspektiven“ eingeladen. Speziell für die Schüler und Schülerinnen der Oberstufe, aber auch für interessierte Eltern und „Absolventen und Freunde des Akademischen Gymnasiums Salzburg“ gedacht, soll in dieser Veranstaltung aufgezeigt werden, welche Ausbildungs- und Berufswege nach dem AKAD möglich sind.

Nach der langen Corona-Durststrecke konnte endlich wieder eine reale Veranstaltung stattfinden. Obfrau Sophia Bolzano und Obfraustellvertreter Walter Steinbichler (in Vertretung für Direktor Klaus Schneider) haben die Gäste und das Publikum begrüßt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Peter-Paul Hahnl, Redakteur beim ORF in Salzburg (Matura 1995).

Als Gäste konnten wir diesmal gewinnen:
Andrea Holz-Dahrenstaedt (Kinder- und Jugendanwältin des Landes Salzburg), Matura 1978
Eva Wagner (Malerin), Matura 1985 *
Michael Kratzer (Abteilung Abrüstung, Rüstungskontrolle, Non-Proliferation im Außenministerium), Matura 1987
Clemens Weis (Präsident des Salzburger Schwimmverbands), Matura 1993

In einer ersten Gesprächsrunde hat Peter-Paul Hahnl mit unseren Gästen ihren beruflichen Werdegang beleuchtet – mit spannenden Unterschieden im Zeitstrahl der Betrachtung. Rasch hat sich gezeigt, dass der Weg meist nicht geradlinig und das „Ziel“ nicht klar vor Augen lag. Dass ein Jusstudium zu einer „sozialen Arbeit“ führen kann, hat auch den Einen oder die Andere überrascht.

In den weiteren Gesprächsrunden ging Peter-Paul Hahnl auf biographische Details ein (Wie kommt man zu einem Atelier in Indien?), aus denen sich rasch ein harmonisches Zusammenspiel der Gesprächsteilnehmer entwickelte. Clemens Weis hat sehr beeindruckend dargelegt, wie wichtig es ist, verlieren zu lernen, in der 2. Reihe zu stehen und so seine eigenen Stärken kennenzulernen und sich selbst weiter zu entwickeln.

Zum Ende der Diskussion und der Publikumsfragen war das Credo unserer Gäste einhellig:
Offen bleiben für neue Herausforderungen, dran bleiben an dem was einem wichtig ist – auch wenn es Umwege bedeuten kann.

Oder wie im Zitat zur Ankündigung der Veranstaltung formuliert:

Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.

Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste
Ein süßes Dankeschön und die Festschrift zur 400 Jahr Feier für unsere Gäste!

Im Anschluss an die Publikumsdiskussion konnte bei einem sehr reichhaltigen und gutem Buffet noch ausgiebig mit unseren Gästen gesprochen und weitere Fragen gestellt werden.

Wie bereits vor 2 Jahren, hat unser Kulturattaché Otto Beck auch diesmal mit viel Verve durch die Schulgalerie geführt.
Das Besondere an dieser Galerie ist, dass alle ausgestellten Werke von Absolventen des AkadGym stammen.
Höhepunkt und Überraschung für Eva Wagner war ihr ausgestelltes Bild „Der flüchtige Blick“, das der Schule von Rudolf Höhenwarter gespendet wurde.

Eva Wagner – Der flüchtige Blick, gespendet von Rudolf Höhenwarter

Wer mehr über die Arbeit von Frau Holz-Dahrenstaedt in der Jugendanwaltschaft Salzburg wissen möchte, kann sich einen Podcast der AkadGym Absolventin Viktoria Hutter auf Spotify anhören:
#7 CORONA: Lockdowns & Co. Welche dramatischen Folgen hat das für Kinder und Jugendliche? – WE TALK 2 | Podcast on Spotify

Wer sich über Karriere- oder Praktikumsmöglichkeiten im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) informieren möchte, kann hier starten:
Karrieremoeglichkeiten_im_BMEIA.pdf


Informationen zu den Teilnehmer*innen der Podiumsdiskussion:



Clemens Weis

(Matura 1993)

  • 1994–2000: Studium der Sportwissenschaften und Leibeserziehung (Studienzweig Sportwissenschaft) sowie der Politikwissenschaft
  • 2001–2002: Ausbildung zum Lehrwart für Schwimmen
  • 2002–2006: allgemeine sowie staatliche Trainerausbildung Schwimmen
  • 2018–2020: Ausbildung zum Resonanz-Practitioner und Resonanzcoach
  • ab 2018: Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater
  • bereits seit 1995 als Übungsleiter „Schule und Sport“ sowie als Nachwuchs­trainer tätig, seit 1998 im Landesschwimmverband Salzburg, u.a. im Rahmen des Olympiaprojekts „Sydney 2000“, seit 2000 Landestrainer des LSV Schwimmen
  • seit 2001 verantwortlicher Trainer bzw. sportlicher Leiter der SU Generali Salzburg
  • 2002–2018: Übungsleiter am IFFB „Sport- und Bewegungswissenschaft Salz­burg, Fachbereich Schwimmen“ sowie Lehrbeauftragter ebd., Universitäts­lehr­gang Sportjournalismus“, außerdem Lehrbeauftragter der Bundessport­akademie Linz (Instruktionsausbildung Schwimmen) sowie der Bundessport­akademie Innsbruck (Trainer- und Instruktorenausbildung Schwimmen)
  • seit 2012: Präsident des Salzburger Schwimmverbands sowie sportlicher Leiter des LZ Schwimmen/Salzburg
  • seit 2014: Mitglied der OSV-Sportkommission; in dieser Funktion u.a. Delegationsleiter der OSV-Jugendeuropameisterschaft 2016 und 2019
  • diverse eigene sportliche Erfolge als Leistungsschwimmer (u.a. mehrfacher Landesmeister), Trainer von Staats-, Europa- und Weltmeistern



Eva Wagner

(Matura 1985)

  • Studium an der Akademie der Bildenden Künste und der Universität für An­ge­wandte Kunst in Wien
  • Arbeitsaufenthalte in Italien, Frankreich, Marokko, im Senegal und in Indien
  • 1992–2009: diverse Lehrtätigkeiten, u.a. an der Universität für Angewandte Kunst und der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst/Salzburg
  • 1995: Anerkennungspreis der Bauholding AG
  • 2005: Anton-Faistauer-Preis
  • 2008: Kapsch-Preis
  • Ausstellungen und Museumssammlungen (z.B. Sammlung Strabag, Samm­lung Essl, Museum Liaunig, Lentos-Museum, Museum Angerlehner, Salzburg-Museum, Sammlung Alison und Peter W. Klein/Nussdorf – Stuttgart, Deutschland)
  • seit 2010 Lebensmittelpunkt in Wien und Indien (Atelierdepandance)



Andrea Holz-Dahrenstaedt

(Matura 1978)

  • Studium der Rechtswissenschaften
  • Ausbildung zur Tanzpsychagogin
  • eingetragene Mediatorin mit Schwerpunkt Familie und Schule
  • seit 2003 Kinder- und Jugendanwältin des Bundeslandes Salzburg
  • Vortrags- und Lehrtätigkeit zu kinderrechtlichen Themen wie Gewalt an Kindern, Mobbing, Kinderschutz, Trennung und Scheidung, Kinder und Jugend­liche im Kontext Flucht u.a.
  • seit 2000 Trainerin für „Peer-Mediation und gewaltfreie Konfliktlösung an der Pädagogischen Hochschule, Lehrbeauftragte an der FH Urstein sowie der Donau-Universität Krems
  • Mitglied des Kinderrecht-Boards beim Familienministerium, stellvertretende Vorsitzende im Kinder- und Jugendhilfebeirat
  • Autorin und Herausgeberin zahlreicher Fachpublikationen (z.B. Kinderrechte: Ein Stück Hoffnung oder ein Stück Papier, Handbuch Unbegleitete minder­jährige Flüchtlinge, Wien 2002; Die Eltern lassen sich scheiden. Kinderbei­stand und Besuchsbegleitung, Wien 2012; 25 Jahre Kinderrechte in Öster­reich – Anspruch und Wirklichkeit, in: A. Kalcher/K. Lauermann (Hg.): Kinder­rechte, Salzburg 2017; Kinderschutz in Österreich – aus dem Blickwinkel der UN-Kinderrechtskonvention, in: K.H. Brisch/W. Sperl/K. Kruppa (Hg.): Early Life Care – Frühe Hilfen von der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr. Das Grund­lagenbuch, Stuttgart 2020)


Michael Kratzer

(Matura 1987)

  • 1988–1990: Tourismus-Kolleg „Speziallehrgang für Management in Fremden­verkehrsberufen/SLM“ in Klessheim
  • 1990–1991: Tourismus-Assistent im Bereich Verkauf/Marketing beim Touris­mus-Verband Saalbach-Hinter­glemm, im Rahmen dessen Mitarbeit für die Alpine Ski-WM 1991; stellvertretender Leiter des Ausstellungsbüros zur Landes­ausstellung „Mozart – Bilder und Klänge“
  • 1992: „Welfare Officer“ (Leiter des Reise-, Sport- und Veranstaltungsbüros) des United Nations Disengagement Observer Force Austrian Battalion (UNDOF Ausbatt) in Syrien
  • seit 1993: Beamter des Bundesministeriums für Europäische und Inter­nationale Angelegenheiten (BMEIA)
  • 1993–1994: Referent in der BMEIA-Abteilung „Bürgerservice/Krisenzentrum“
  • 1994–1995: stellvertretender Kanzler und Vizekonsul in der Österreichischen Botschaft in Zagreb
  • 1995–1998: Kanzler und Konsul in der Österreichischen Botschaft in Oslo
  • 1998–2002: Kanzler, Konsul und stellvertretender Missionschef in der Österreichischen Botschaft in Hanoi
  • 2002–2006: Kanzler und Konsul in der Österreichischen Botschaft in Damaskus
  • 2006–2007: stellvertretender Abteilungsleiter „Allgemeine Verwaltung“ und Referatsleiter „Personal, Liegenschaften und Logistik“ in der Austrian Develop­ment Agency (ADA)
  • 2007–2011: Kanzler und Konsul bzw. stellvertretender Generalkonsul in der Österreichischen Botschaft in Hongkong
  • 2011–2013: Kanzler und Konsul in der Österreichischen Botschaft in Nairobi
  • 2013–2015: Referent in der BMEIA-Abteilung „Rechtshilfe-Angelegenheiten“
  • 2015–2020: Kanzler und Konsul bzw. stellvertretender Generalkonsul im Österreichischen Generalkonsulat in Hongkong
  • 2020-2022: ständige Vertretung Österreichs bei den Vereinten Nationen in Wien; Referent für UNIDO (United Nations Industrial Development Organi­zation), UNOOSA (United Nations Office for Outer Space Affairs) und SE4ALL (Sustainable Energy for All)
  • seit 2022: Abteilung Abrüstung, Rüstungskontrolle, Non-Proliferation im Außenministerium